Was ist eine Kommune?

Kommunen sind Gebietskörperschaften. Sie lassen sich unterscheiden in Gemeinden und Gemeindeverbände (z.B. Kreise). Ihre Mitglieder sind Einwohner eines räumlich abgegrenzten Gebietes, das ggf. geschichtlich durch einen Zusammenschluss von Gemeinden veränderbar sein kann.

Gemeinden

Gemeinden sind Gebietskörperschaften des öffentlichen Rechts. Ihr Wirkungskreis ist allein das jeweils eigene Gemeindegebiet (sog. Örtlichkeitsprinzip) und bezieht sich auf die Personen, die sich auf dem Gebiet der Gemeinde aufhalten.

Die Bürger einer Gemeinde sind alle Gemeindeangehörige. Die Gemeindebürger haben darüber hinaus das aktive und passive Wahlrecht. Trotz immer stärkerer Mitwirkungsmöglichkeiten für die Bürger – etwa über Bürgerbegehren und Bürgerentscheide – bleibt das Gemeinwesen der Bundesrepublik Deutschland durch indirekte, d.h. repräsentative Demokratie bestimmt. Das bedeutet: Nicht der Bürger fällt die politischen Entscheidungen selbst, sondern die Entscheidungen werden in der Regel durch gewählte Vertreter getroffen.

Laut der Kommunalverfassung teilen sich die Selbstverwaltungsaufgaben einer Gemeinde in freiwillige Aufgaben (z.B. Bibliothek, Museum, Sportstätten) und pflichtige Aufgaben (z.B. Aufgaben der Jugendhilfe, städtebauliche Sanierung, Kindergärten).

Wenn von kommunaler Selbstverwaltung gesprochen wird, so bezieht sich dies auf die Gemeinden und Gemeindeverbände. Wichtig ist dabei, dass diese im Gegensatz zu den Ortsteilen die vollen Rechte der kommunalen Selbstverwaltung nach Artikel 28 II Grundgesetz und Artikel 97 Landesverfassung genießen. In den Gemeinden wählen die Bürgerinnen und Bürger eine Gemeindevertretung und den Bürgermeister.

Jüterbog ist eine Gemeinde. Sie liegt im Gemeindeverband Teltow-Fläming und ist eine Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts. Die Aufgaben der Gemeinde Jüterbog sind in der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg festgeschrieben. Wird von der Gemeindevertretung gesprochen, ist für Jüterbog von der Stadtverordnetenversammlung die Rede.