Letzte Fragen vor der Stichwahl

Maritta Böttcher und Arne Raue werden hier von Kristina Güthling, Robert Biebermann und Patrick Strogies sowie von Ekkehard Freytag und Alexander Engels befragt.

Zur Stichwahl stellten wir den beiden Kandidaten außerdem folgende Fragen:
Frage 1: Wie werden Sie die Bürger und Bürgerinnen für sich gewinnen,
die vorher ihre Stimme einem anderen Kandidaten gegeben haben?


Maritta Böttcher:

Ich war sehr hautnah am Agieren des bisherigen Bürgermeisters, deshalb weiß ich, was ich in Frage stellen muss und was erfolgreich weiter zu führen und zu entwickeln ist. Meine Erfahrungen bestätigen, dass der Bürgermeister die Fraktionen in der Stadt braucht. Die Fähigkeit zu dieser Zusammenarbeit besitze ich. Auch die Nutzung von Freiräumen ist durch einen linken Wirtschaftsminister in Brandenburg für Gewerbetreibende und Geschäftsleute gegeben. Die Händler in der Stadt können sich darauf verlassen, dass ich umgehend eine Interessengemeinschaft zur Entwicklung der Stadt gründen werde.

50% der Wählerinnen und Wähler haben für eine Frau gestimmt. An dieser Stelle danke ich Frau Rückert für Ihre engagierte Arbeit. Es gibt eine realistische Chance, dass erstmals eine Frau die Geschicke unserer Stadt leitet. Viele Inhalte der ausgeschiedenen Kandidat/innen stimmen mit meinen eigenen Zielstellungen überein. Ich nehme diese Inhalte an. Mit der SPD gibt es die meisten Schnittmengen. Besonders den Bewohnern in den Ortsteilen, einschließlich des Stadtteils Jüterbog II sage ich, dass sie durch mich in gleicher Augenhöhe betrachtet werden. Sie sollen einerseits ihre eigene Identität bewahren und andererseits Schritt halten mit der Entwicklung der Kernstadt. Qualität in KITA’s, Schulen und Jugendeinrichtungen sind mir genauso wichtig wie die touristische Entwicklung. Auch die Pendler sollen morgens einen Parkplatz am Bahnhof finden und sich wohl fühlen, wenn sie abends nach Hause kommen. Ich werde die Kultur in der Stadt zur wirklichen Chefsache machen und ein Stadtfest etablieren, das viele Besucher anlockt und welches lebt durch die Initiative und Ideen der Jüterbogerinnen und Jüterboger selbst. Mir geht es nicht nur um die Stimmen am Wahltag (um die natürlich auch sehr!), sondern ebenfalls um Ihre Anregungen, Hilfe, Kritik und Vorschläge nach der Wahl. Ich werde wirklich für Sie da sein.

Arne Raue:
Meinen Idealen werde ich treu bleiben und mich nicht an eine Partei binden, um deren Mitglieder für mich als Wähler zu gewinnen. Vielmehr werde ich weiter den offenen Dialog mit den Parteien in der Stadt pflegen. Nur gemeinsam mit allen politischen Akteuren ist ein Blick nach vorn möglich. Würde ich mich jetzt gegen meine Überzeugung einem Lager zuschlagen, könnte mich dies in meinem späteren Handeln einschränken.

Weiter bleibt es mein erklärtes Ziel, längerfristig ein Garant für eine familienfreundliche Stadtpolitik zu sein. Wie schon in den letzten Jahren werde ich Menschen aller Altersgruppen zusammenbringen. Mein Handeln wird klar darauf abzielen, die Stadt für die hier lebenden Familien attraktiv zu gestalten und anderenorts für unsere Stadt zu werben. Wir müssen für Tourismus, Zuzug und mittelständisches Gewerbe interessant sein.
Dies kann ich dem Bürger gegenüber mit gutem Gewissen vertreten. Vor den nun nicht mehr zur Wahl stehenden Mitbewerber habe ich große Hochachtung. Jeder hatte sein besonderes, ihn auszeichnendes Profil und ich bin sicher, sie alle hätten sich im Falle ihrer Wahl mit voller Kraft zum Wohle der Stadt eingesetzt. Diese Einstellungen und Ideale werde ich den Bürgern in den verbleibenden Tagen bis zur Wahl und darüber hinaus vermitteln.

Frage 2: 54,4% Wahlbeteiligung – Wie werden Sie die BürgerInnen erneut motivieren, wählen zu gehen? Was werden Sie unternehmen, um die Wahlbeteiligung zu fördern/erhöhen?

Maritta Böttcher:
Ich führe viele persönliche Gespräche und mache deutlich, dass es hier um die Wahl des Stadtoberhauptes geht, also um Politik vor der Haustür. Mit dieser Wahl entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über den weiteren Kurs in der Stadt. Wer wählt entscheidet selbst, wer nicht wählt, über den wird entschieden! Für die Stichwahl gilt: nur die Stimmen, die abgegeben werden, bringen ein Ergebnis. Ihre Stimme für mich garantiert Kontinuität und die Umsetzung neuer Ideen zugleich!

Ihre (Bürgermeisterin) Maritta Böttcher

Arne Raue:
In gewohnter Stetigkeit werde ich danach streben, möglichst viele Bürger davon zu überzeugen, dass sie ein wunderbares demokratisches Recht auf Wahl haben. Sie können ihre Stimme einer Person geben, die hier vor Ort für jeden Einzelnen acht Jahre lang Arbeit leisten soll. Danach kann dieser Kandidat, wenn er sich bewiesen hat, wiedergewählt werden oder aus dem Amt scheiden müssen. Es macht mich betroffen, eine gewisse Gleichgültigkeit bei einzelnen Bürgern zu sehen. Positiv überrascht hat mich die hohe Zahl Briefwähler. Hier wurde deutlich, dass es etliche Bürger gibt, die selbst Aufwand nicht scheuen, um ihr Wahlrecht auszuüben. Da wirklich jedes Wahlbüro fußläufig zu erreichen ist, sollten doch alle Wahlberechtigten die Ausübung ihrer Bürgerrechte mit einem kleinen Spaziergang an der frischen Luft verbinden. So würden sie die Zukunft ihrer Stadt aktiv mitbestimmen und gleichzeitig etwas für Gesundheit und Familiensinn tun. Natürlich rufe ich an dieser Stelle meinen bisherigen Wählern zu, ihre Überzeugung auch weiter zu vertreten. An die Wähler der nicht mehr zur Wahl stehenden Bewerber richte ich die Bitte, sich für eine langjährig stetige, speziell im Verwaltungsrecht ausgebildete und vor allem nach vorn gerichtete Verwaltungsspitze zu entscheiden.